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Girokonto

Das Girokonto

Ein Girokonto ist ein Konto, womit der bargeldlose Zahlungsverkehr abgewickelt wird. Der Begriff hat seine Wurzeln im Lateinischen (giro = der Kreis) und nimmt Bezug auf den Umstand, dass das Geld „kreisen“ bzw. von einem Konto aufs nächste verschoben werden kann. Girokonten werden bei Kreditinstituten geführt.

Girokontovergleich

Die Notwendigkeit ein Girokonto zu führen

Heutzutage kommt kaum niemand herum ein Girokonto zu besitzen. Denn in Zeiten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs werden nahezu alle Formen von Einkommen und Einkommensübertragungen bargeldlos mittels Girokonten beglichen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Arbeitnehmer, Rentner oder Studenten handelt. (In zahlreichen Tests hat beispielsweise das kostenlose Girokonto der DKB besonders gut abgeschnitten.)

Wettbewerb und Preiskampf der Banken nutzen und Kosten sparen

In Deutschland gibt es eine sehr große Anzahl an Kreditinstituten, die Girokonten anbieten. Durch ständigen Wettbewerb und die verschiedensten Preis- und Kontomodelle lässt sich oft ein günstigeres Konto mit gleichen bzw. ähnlichen Konditionen finden.
Meist hat man ein Girokonto, was als Hauptkonto geführt wird. Dort gehen dann regelmäßige Positionen wie z.B. Gehalt ein. Im Gegenzug gehen Dinge wie Miete und Versicherungen per Dauerauftrag oder Lastschrift ab. Gerade diese regelmäßigen Posten und die Tatsache, dass man ja schon langjähriger Kunde seiner Bank ist schrecken oft von einem Kontowechsel ab.
Natürlich bedeuteten Änderungen bei Daueraufträgen oder Lastschriften ein wenig Arbeit. Doch stehen auf der anderen Seite mögliche Einsparungen bei der Kontoführungsgebühr und den Transaktionsgebühren (z.B. Postenpreis je Buchung), die sich langfristig aufsummieren.

Der Wechsel vom Girokonto – nützliche Tipps und Hilfestellungen

Will man sein Girokonto auflösen und zu einem anderen Anbieter wechseln muss man einige Dinge beachten. Viele Banken sind ihren Kunden bei dem Wechsel behilflich und übernehmen oft eine Vielzahl an Formalitäten. Man erhält z.B. Unterstützung bei der Einrichtung der bestehenden Daueraufträge und Einzugsermächtigungen. Die meisten Kreditinstitute übernehmen auch die Kündigung des alten Kontos. Dieser Service ist meist kostenlos und hat Namen wie „Umzugsservice“ oder ähnlich klingend. Außerdem ist zu erwähnen, dass ein Girokonto keine Kündigungsfristen hat und somit jederzeit kündbar ist. Auch die Löschung des Girokontos ist kostenlos. Mögliches Guthaben vom alten Konto wird dann auf das neue übertragen bzw. muss man dann vom neuen Konto aus für einen möglichen Fehlbetrag sorgen. Erst wenn dies erledigt ist und das Konto auf Null steht kann es endgültig geschlossen werden. Falls EC-Karten oder Schecks im Umlauf waren müssen diese natürlich auch vorher zurückgegeben worden sein. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert in der Übergangszeit sowohl das alte und das neue Konto parallel laufen zu lassen. Zum einen verhindert man dadurch mögliche Fehlbuchungen beim alten Konto, zum anderen überbrückt man dadurch die Wartezeit, bis man die Karten (EC-Karte bzw. Kreditkarte) des neuen Kontos vorliegen hat. Denn die Bestellung und Produktion dieser Karten kann teilweise bis zu drei Wochen dauern. Karte und Pin werden dann auch noch aus Sicherheitsgründen getrennt voneinander per Post verschickt. Besonders wichtig bei einem Kontowechsel ist es alle bestehenden Daueraufträge, Einzugsermächtigungen bzw. Abbuchungen per Lastschrifteinzug korrekt zu übernehmen. Schauen Sie sich dazu Ihre Kontoauszüge der letzten Monate an und machen Sie sich eine entsprechende Liste der regelmäßigen Buchungen. Beachten Sie, dass einigen Positionen möglicherweise nicht monatlich sondern vierteljährlich oder nur jährlich anfallen.

Hier ein paar Beispiele, wer alles über Ihre neue Bankverbindung informiert werden sollte:

  • Arbeitgeber
  • Telefonanbieter
  • Versicherungen
  • Zeitschriften- und Zeitungsverlage
  • GEZ

Welche Bank ist die richtige für mich und wie finde ich diese?

Als erstes müssen Sie sich im Klaren sein, was Sie von Ihrer Bank erwarten und auf welchen Service Sie besonders Wert legen.
Wenn Interesse und Bedarf an persönlicher Beratung und Betreuung besteht und Sie jederzeit möglichst schnell Ihre Bank erreichen möchten, dann ist die klassische Filialbank genau das richtige für Sie. Die Filialbank ist außerdem besonders für Personen geeignet, die nicht alle Ihre Bankgeschäfte mittels Internet bzw. Telfonbanking erledigen können oder wollen.

Wer sein Konto jedoch online oder per Telefonbanking führen möchte, nicht auf einen persönlichen Beratet vor Ort abgewiesen ist bzw. darauf keinen Wert legt kann bei einer Direktbank Gebühren sparen. Zusätzlich kann er sogar noch von weiteren Dingen profitieren, wie z.B. von einer Guthabenverzinsung, einer kostenlosen Kreditkarte oder anderen kostenlosen/kostengünstigen Dienstleistungen.
Es reicht aber nicht nur zu überlegen ob man das Konto bei einer Filialbank oder Direktbank führen möchte.

Mindestens genauso wichtig ist es, sich über folgende Dinge im Klaren zu sein:

  • Höhe des (durchschnittlichen) Monatseinkommen
    Bei einigen Anbietern ist erst ab einem bestimmten monatlichen Mindesteingang die Kontoführung kostenlos.
  • Wird eine EC-Karte oder eine Kreditkarte benötigt?
    Eine EC-Karte ist meist kostenlos. Bei einer Kreditkarte ist in der Regel eine jährliche Gebühr zu entrichten. Jedoch kann man bei einigen Direktbanken eine Kreditkarte kostenlos dazubekommen.
  • Werden Zweitkarten (EC oder Kreditkarte) für den Partner benötigt?
    Einige Banken bieten dies kostenlos oder zu besonders günstigen Konditionen.
  • Wie viele Buchungen laufen durchschnittlich im Monat über das Konto?
    Zu den Buchungen zählen Anzahl der Daueraufträge, Abgänge durch erteilte Einzugsermächtigungen bzw. Lastschriften, Auszahlungen (am Automaten oder am Schalter) und Bareinzahlungen am Schalter oder am Automaten(einige Institute haben bereits Einzahlungsautomaten, an denen man Papiergeld direkt auf sein Giro- oder Sparkonto einzahlen kann).
    Wichtig ist die Anzahl dieser Buchungen (auch Posten genannt), denn neben einer möglichen monatlichen Kontoführungsgebühr fallen bei einigen Kontomodellen Kosten je Buchungsposten an.
    Außerdem ist zu erwähnen, dass oftmals beleghafte Buchungen (z.B. per Hand ausgefülltes Überweisungsformular, Barauszahlung vom Girokonto am Schalter) mit höheren Gebühren berechnet werden, als wenn man diese Dinge am Automaten (Überweisungsterminal, Geldautomat) oder online erledigt.

Die Filialbank und wie man dort ein Konto eröffnet

Wenn Sie regelmäßig persönliche Beratung wünschen und sich Ihre Bank möglichst in Ihrer Nähe befinden soll, dann wählen Sie eine entsprechende Filialbank. Die Filialdichte von Volksbanken und Sparkassen ist in Deutschland besonders stark ausgeprägt. Vor allem in kleinen Orten und in ländlicher Gegend sind eher diese Banken zu finden als Filialen von anderen Geschäftsbanken.

Was hat es mit verschiedenen Kontenmodellen auf sich?

Fast alle Banken bieten verschiedene Kontenmodelle an. Diese beinhalten verschiedene Leistungen und sind mit unterschiedlichen Kosten für den Kunden verbunden.
Die Kreditinstitute verfolgen mit dieser Preispolitik folgendes Ziel:
Je seltener der Kunde die Beratung und Leistung des Bankmitarbeiters in Anspruch nimmt, desto günstiger wird es für den Kunden.
Der Trend geht eindeutig dahin, dass die Kunden verstärkt die Automaten und Terminals nutzen sollen. Denn mit Leistungen wie Überweisungen entgegennehmen oder Bargeld auszahlen verdient die Bank kaum Geld. Die Zeit, die damit eingespart wird, kann dann für Beratung aller Art genutzt werden.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Pauschalpaket am teuersten ist. Dieses Angebot richtet sich an Kunden, die ihre Überweisungen per Hand ausgefüllt abgeben, Ein- und Auszahlungen am Schalter tätigen und dementsprechend kaum oder gar nicht die Automaten/Terminals nutzen und auch kein Onlinebanking machen.
Entweder sind bei diesem Modell dann alle eben genannten Posten inklusive oder es gibt eine vorgegebene Anzahl an Posten, die im Preis mit inbegriffen ist. Fallen dann jedoch mehr Posten im Monat an werden diese pro Posten mit einer Gebühr berechnet.
Am günstigsten oder sogar völlig kostenlos ist es, wenn Sie Ihr Konto online führen. Das bedeutet, dass Sie Überweisungen selber am PC eingeben, Ihre Daueraufträge ebenfalls selbst einrichten und für Auszahlungen den Geldautomaten nutzen. Dort fallen für Sie keine zusätzlichen Gebühren an.
Informieren Sie sich jedoch wie es sich dann mit den Kosten für andere Serviceleistungen verhält, für die ein Bankmitarbeiter aufgesucht werden muss.
Weil das Konto dann für die Onlinenutzung konzipiert ist kann der „Besuch am Schalter“ unter Umständen ziemlich teuer werden. Beispiele wären folgende:

  • Bei der Einzahlung von Münzgeld kommt dies einer beleghaften Buchung gleich. Dies könnte (je nach Kosten pro Buchung) zwischen 0,30€ und 1,50€ kosten.
  • Wenn Sie für den Urlaub Fremdwährung braucht kann dies mit erhöhten Wechselgebühren verbunden sein.
  • Falls Sie Schecks benötigen können Gebühren anfallen.
  • Falls Sie Ihre EC-Karte verlieren oder diese defekt ist könnten auf Sie zusätzliche Kosten für eine Ersatzkarte zukommen. Außerdem würden Ihnen in dem Fall Gebühren für beleghafte Posten berechnet wenden. Denn ohne Karte können Sie auch keine Automaten benutzen und wären auf Barauszahlungen am Schalter angewiesen.

Meist gibt es dann noch ein Kontomodell, was zwischen dem Pauschalpaket und einem onlinegeführten Konto steht. Hier ist in den Kontoführungsgebühren eine festgelegte Anzahl an beleghaften Posten inklusive. Überschreiten Sie dieses Kontingent werden ebenfalls Gebühren fällig. Hier sind die Kosten je Buchungsposten jedoch geringer als beim Pauschalpaket. Damit sich dieses Kontenmodell für Sie rechnet müssen Sie jedoch einige Dinge (z.B. Überweisungen) am Überweisungsterminal selber eingeben und für Barauszahlungen möglichst oft den Geldautomaten benutzen.

Sicher wird es noch eine Vielzahl anderer Varianten geben. Bei der Preisgestaltung ihrer Kontenmodelle sind die Banken äußerst ideenreich und versuchen sich mit möglichst interessanten und kundenfreundlichen Leistungen und Angeboten von der Konkurrenz abzugrenzen.

Der Vorgang der Kontoeröffnung

Wenn Sie ein Girokonto eröffnen möchten werden einige Dinge vorausgesetzt und im Vorwege geprüft. Allgemein gilt, dass man volljährig sein muss für die Eröffnung eines Girokontos. Andernfalls müssen die gesetzlichen Vertreter der Kontoeröffnung zustimmen.
(Mehr zum Thema Jugendgirokonto folgt später in einem anderen Abschnitt.)
Die Kontoeröffnung findet in den Räumlichkeiten des Kreditinstituts statt. Dabei nimmt sich ein Berater der Bank für Sie Zeit um alle nötigen Formalitäten abzuarbeiten und alle Ihre Fragen zu beantworten.
Vergessen Sie zur Kontoeröffnung nicht Ihren Personalausweis bzw. Reisepass mitzubringen und vergewissern Sie sich vorher, dass dieser noch gültig ist.
Die Bank ist verpflichtet bei Kontoeröffnungen von Neukunden deren Identitiät festzustellen und zu dokumentieren. Zu diesem Zweck bleibt eine Kopie Ihres Ausweises in den Unterlagen der Bank.
Dies gilt jedoch nur, falls Sie Neukunde bei der Bank sind. Falls Sie bereits andere Konten besitzen, sich früher bereits legitimiert haben und in der Filiale persönlich bekannt sind ist dies nicht nötig. (Sie sollten aber auch dann Ihren Ausweis bereithalten, denn es ist ja nicht gesagt dass jeder Mitarbeiter in der Filiale Sie auch kennt.) Außerdem möchte die Bank die Bonität ihrer Neukunden erfahren. Zu diesem Zweck müssen Sie neben dem Kontoeröffnungsantrag eine „SCHUFA-Klausel“ unterschreiben. Dies ermächtigt die Bank sich bei der SCUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) über Sie zu informieren. Hier erhält die Bank umfangreiche Informationen über Ihre Zahlungsmoral, wie viele andere Konten, Kreditkarten oder Kredite anderweitig existieren, wie oft Sie in der Vergangenheit umgezogen sind und noch allerlei andere Daten.
Entsprechende Bonität vorausgesetzt können Sie auch eine EC-Karte beantragen. Auch dafür wird ein Formular ausgefüllt, was Sie unterschreiben müssen.
Bestellung und Produktion der Karte kann bis zu drei Wochen dauern und Sie erhalten Karte und Pin mit getrennter Post.

Wenn Sie sich für Online Banking entscheiden müssen entsprechende Zusatzvereinbarungen dafür akzeptiert werden. Online Banking bietet eine Reihe von Vorteilen, denn Sie sind nicht an die Öffnungszeiten der Bank gebunden. Sie können nahezu rund um die Uhr in Ihr Konto schauen und jederzeit Überweisungen in Auftrag geben oder Daueraufträge einrichten bzw. ändern. Dies alles können Sie bequem von zu Hause erledigen. Vorraussetzung dafür ist natürlich ein internetfähiger Computer. Sie können Ihr Konto natürlich auch von anderen Computern verwalten, wenn Sie z.B. im Urlaub sind. Jedoch sollten Sie aus Sicherheitsgründen kein Onlinebanking im Internetcafé machen.

PIN/TAN-Verfahren oder HBCI-Verfahren?

Oft können Sie dann noch zwischen zwei verschiedenen Varianten wählen.
Zum einen gibt es das PIN/TAN-Verfahren. Die PIN ist hier meist fünfstellig und wird für den Zugang zu Ihrem Konto gebraucht. Außerdem erhalten Sie eine Liste mit TAN-Nummern (Transaktionsnummern). Jede TAN ist nur einmal verwendbar und muss am Ende des Vorgangs (Überweisung oder Änderung Dauerauftrag) eingegeben werden.
Meist stand es Ihnen in der Vergangenheit frei welche der TAN´s Sie von Ihrer Liste benutzen. Solange diese noch nicht benutzt wurde war alles in Ordnung. Doch um dieses Verfahren noch sicherer zu machen sind die TAN’s nun nummeriert und man wird aufgefordert mit einer ganz bestimmten TAN den Vorgang abzuschließen.
Sie haben beim PIN/TAN-Verfahren die Wahl ob Sie Ihre Bankgeschäfte über die Homepage Ihrer Bank abwickeln oder ob Sie dazu eine spezielle Software benutzen (z.B. Starmoney)
Wenn Sie sich dafür entscheiden die Homepage Ihrer Bank zu nutzen kommen keine weiteren Kosten auf Sie zu. Die Software fürs Online Banking ist in der regel nicht kostenlos.
Entscheiden Sie sich für eine Online Banking Software müssen Sie diese auf Ihrem internetfähigen Computer zu Hause installieren. Zu Hause können Sie dann mit der Software arbeiten. Wenn Sie unterwegs von einem anderen Computer online auf Ihr Konto zugreifen wollen können Sie dies natürlich ebenfalls machen. Sie können sich auf der Homepage Ihrer Bank mit Ihrer Benutzerkennung einloggen. Um z.B. eine Überweisung aufzugeben müssen Sie dann eine gültige TAN dabei haben.
Um Missbrauch zu vermeiden werden beim PIN/TAN-Verfahren PIN und TAN getrennt voneinander per Post verschickt. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie nicht Ihre PIN auf dem TAN-Block vermerken oder beider Dinge zusammen aufbewahren.

Als zweite Variante bieten einige Banken auch das HBCI-Verfahren an. Die Abkürzung HBCI steht dabei für „Home Banking Computer Interface“. Hier benötigen Sie eine HBCI-Karte (entspricht von der Größe her einer EC-Karte und sieht annähernd ähnlich aus), ein Chipkartenlesegerät und Computersoftware für Online Banking (wie z.B. Starmoney) um am Online Banking teilnehmen zu können.
Die HBCI-Karte wird bei der Bank bestellt. Sie ist (meist) kostenlos, Auf der Karte sind Daten wie z.B. PIN gespeichert. Anders wie bei einer EC-Karte ist die PIN der HBCI-Karte fünfstellig.
Ein Chipkartenlesegerät können Sie ebenfalls von Ihrer Bank bekommen.
Doch ist dies in der Regel nicht kostenlos. Sie sind jedoch nicht an die angebotenen Produkte Ihrer Bank gebunden. Falls Sie bereits ein Chipkartenlesegerät besitzen oder sich das Gerät lieber woanders kaufen möchten können Sie dies natürlich dann auch verwenden. Chipkartenlesegeräte die für Homebanking geeignet sind finden sie unter anderen bei Amazon, Conrad, Saturn oder Media Markt.

Auch die Software fürs Online Banking wird Ihnen sicher von Ihrer Bank angeboten werden. Hier verhält es sich wie beim Chipkartenlesegerät. Sie können genauso bereits bestehende Software benutzen oder auch selbst entscheiden welche Software Sie benutzen und wo Sie diese käuflich erwerben.
Neben Star Money gibt es noch andere Anbieter wie z.B. Quicken.
Der Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass Sie nur eine PIN haben und keine TAN´s benutzen.
Nachteilig ist jedoch die Tatsache, dass Sie ohne das Lesegerät nicht am Online Banking teilnehmen können. Außerdem werden für die Installation am Computer Software und Treiber benötigt. Somit könnte es sich ein wenig schwierig gestalten spontan an einem anderen Computer Ihre Bankgeschäfte zu erledigen, wenn Sie nicht gerade zu Hause sind. Der Versand von Karte und PIN erfolgt aus Sicherheitsgründen wie bei der EC-Karte in getrennter Post.
Auch hier gilt: PIN und Karte getrennt aufbewahren und auf keinen Fall die PIN auf die Karte schreiben.

Die Direktbank und wie man dort ein Konto eröffnet

Ein Konto bei einer Direktbank ist für alle interessant, die für Ihre Bankgeschäfte keinen Berater vor Ort benötigen und die dies online oder per Telefon erledigen.

Eine Direktbank zeichnet sich dadurch aus, dass sie über kein ausgeprägtes Filialnetz wie die Filialbanken hat. Sie ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Dadurch spart die Direktbank eine Menge an Kosten für Mieten und Personal. Die Einsparungen werden dann teilweise an die Kunden weitergegeben. Das ist auch mit einer der Gründe, warum Direktbanken günstigere Konditionen anbieten können als Filialbanken. Hinzu kommt, dass man auch nicht auf die Öffnungszeiten der Bank angewiesen ist. Wickelt man seine Geschäfte online ab, so kann man dies rund um die Uhr erledigen. Beim Telefonbanking kann man die ebenfalls bis zum späten Abend (oder sogar auch 24 Stunden täglich) tun.

Konditionen, Leistungen und kostenlose Bargeldbeschaffung

Am besten können Sie sich über die jeweilige Bank informieren, wenn Sie deren Homepage besuchen. Dort können Sie sich über die aktuellen Konditionen und Leistungen informieren.
Besonders wichtig ist es, dass Sie an möglichst vielen Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben können. Denn wenn Sie institutfremde Automaten benutzen fallen meist Gebühren in Höhe von mehreren Euros an.
In Deutschland haben sich zum Beispiel einige Banken zur CashGroup zusammengeschlossen. Dazu gehören Deutsche Bank, Commerzbank, Dresdner Bank, Hypo Vereinsbank, Postbank und deren Tochterunternehmen (z.B. Comdirect Bank).
Wenn Sie ein Konto bei einem dieser Institute führen können Sie an allen Geldautomaten der oben genannten Banken kostenlos Bargeld abheben. Somit stehen Ihnen bundesweit ca. 8000 Automaten zur Verfügung.
Der Zusammenschluss zur CashGroup erfolgte in Anlehnung an die Politik der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken. Wer z.B. bei der Sparkasse sein Konto führt, der kann innerhalb des Sparkassenverbandes an allen der bundesweit über 20.000 Automaten kostenlos Geld abheben. Die Volks- und Raiffeisenbanken verfahren genau so.

Antrag zur Kontoeröffnung und Vorgang der Legitimationsprüfung

Wenn Sie sich mit der für Sie in Frage kommenden Direktbank eingehend beschäftigt haben und zu dem Entschluss gekommen sind, dass diese Bank genau die richtige für Sie ist, dann benötigen Sie die entsprechenden Formulare zur Kontoeröffnung.
Hier haben Sie die Möglichkeit sich die Formulare kostenlos per Post zuschicken zu lassen. Dies dauert jedoch meist ein paar Tage.
Schneller geht es, wenn Sie die nötigen Unterlagen von der Homepage der Direktbank herunterladen. Diese stehen (meist als PDF-Dokument) zum Download bereit.

Neben dem Kontoeröffnungsantrag sind außerdem ein Antrag auf eine Kartenbestellung (EC-Karte oder Kreditkarte) und gegebenenfalls ein Freistellungsauftrag beigefügt.
Der Freistellungsauftrag ist besonders wichtig, wenn Sie auf Ihrem zukünftigen Girokonto eine Guthabenverzinsung erhalten. Da Zinseinkünfte steuerpflichtig sind mach es auf jeden Fall Sinn einen Freistellungsauftrag den Kontoeröffnungsunterlagen beizufügen.

Natürlich müssen Sie auch einige Angaben zu Ihrer Person machen und ob Sie bereits über weitere Girokonten bzw. Kreditkarten verfügen.
Damit die Direktbank Ihre Angaben prüfen kann und sich einen ersten Überblick über Ihre Bonität verschaffen kann müssen Sie eine SCHUFA-Klausel unterschreiben. Damit erteilen Sie dem Kreditinstitut die Erlaubnis bei der SCHUFA eine Abfrage zu stellen.

Wenn Sie alle Unterlagen ausgefüllt haben ist der Weg zum neuen Girokonto fast geschafft. Es fehlt dann nur noch die Legitimationsprüfung. Dazu sind laut Abgabenordnung (AO) §154 alle Banken (egal ob Filialbank oder Direktbank) und Organisationen verpflichtet, die für Dritte Konten, Wertpapierdepots oder Schließfächer führen.

§ 154 Abgabenordnung

(1) Niemand darf auf einen falschen oder erdichteten Namen für sich oder einen Dritten ein Konto errichten oder Buchungen vornehmen lassen, Wertsachen (Geld, Wertpapiere, Kostbarkeiten) in Verwahrung geben oder verpfänden oder sich ein Schließfach geben lassen.

(2) Wer ein Konto führt, Wertsachen verwahrt oder als Pfand nimmt oder ein Schließfach überlässt, hat sich zuvor Gewissheit über die Person und Anschrift des Verfügungsberechtigten zu verschaffen und die entsprechenden Angaben in geeigneter Form, bei Konten auf dem Konto, festzuhalten. Er hat sicherzustellen, dass er jederzeit Auskunft darüber geben kann, über welche Konten oder Schließfächer eine Person verfügungsberechtigt ist.

Die Identifikationsprüfung

Wenn die Direktbank eine Muttergesellschaft hat, die über ein Filialnetz verfügt können Sie mit Ihren Kontoeröffnungsunterlagen und einem gültigen Personalausweis oder Reisepass in eine der Filialen gehen. Dann findet dort die Identitätsprüfung statt und die Unterlagen werden an die Direktbank weitergeleitet. Beispiel dafür wäre die Comdirect Bank, deren Mutterkonzern die Commerzbank ist.

Die am weitesten verbreitete Variante ist das PostIdent-Verfahren. Wie der Name es schon erahnen lässt hat die Deutsche Post damit etwas zu tun.
Dieser Vorgang ist für Sie relativ unkompliziert. Ähnlich wie bei der oben beschriebenen Variante gehen Sie mit den Kontoeröffnungsunterlagen und einem gültigen Ausweis zur nächsten Postfiliale. Dort werden Ihre Daten zur Legitimation dem Ausweis entnommen, in einem Formular eingegeben und ausgedruckt.
Achten Sie darauf, dass der Mitarbeiter der Post Ihre Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse) korrekt aufgenommen hat. Dieses Formular muss von Ihnen unterschrieben werden.
Dann wird alles zusammen an die Direktbank geschickt. Weitere Angaben, die Sie im Antrag gemacht haben (z.B. Angaben zu weiteren Konten) werden natürlich nicht vom Postmitarbeiter gelesen.
Es fallen für Sie keinerlei Kosten für die Prüfung oder für Porto an. Dies alles übernimmt die Direktbank, an die die Unterlagen geschickt werden.

Kontoüberziehung / Dispositionskredit

Manchmal können unvorhergesehne Ereignisse dazu führen, dass man vorübergehend sein Konto überzieht und ins Minus rutscht. Gerade zum Ende des Monats kann dies passieren.
Weist das Konto nicht die entsprechende Deckung auf können Überweisungen nicht ausgeführt werden. Und Abbuchungen, die per Einzugsermächtigung oder Lastschrift normalerweise ausgeführt werden können nicht bezahlt werden.
Zum einen entstehen in diesem Fall zusätzliche Gebühren für den Kontoinhaber. Manche Unternehmen „betrafen“ die Nichtausführung mit der Sperrung von einem Service.
Beispiele dafür wären Telefonanschluss oder Internetanschluss. Das ist in der regel noch viel ärgerlicher als ein paar Euro Bearbeitungsgebühr.

Abhilfe kann ein Dispositionskredit schaffen. Bis zu einer mit der Bank vereinbarten Kreditlinie kann der Kontoinhaber sein Girokonto überziehen. Bei der Höhe der Kreditlinie spielen die regelmäßigen monatlichen Einnahmen (Gehalt, Rente) eine wesentliche Rolle. Meist wird eine Kreditlinie gewährt, die dem zwei- bis dreifachen des Nettogehalts entspricht.

Natürlich ist die Nutzung des Dispositionskredites nicht kostenlos. Die Bank berechnet dafür Zinsen. Jedoch nur für den Betrag, um den das Konto überzogen wurde.
Meist betragen die Zinsen für die Nutzung des Dispositionskredites 10-16% p.a.
(per anno = pro Jahr). Wenn man auch dieses Limit ausgereizt hat ist eine weitere Überziehung mit der Bank anzusprechen. Der Überziehungszinssatz der dann berechnet wird liegt noch 2-3% über dem Dispositionszinssatz.

Für den Kunden besteht kein Anrecht auf die Gewährung einer solchen Kreditlinie. Außerdem kann sie jederzeit von beiden Seiten gekündigt werden.
Kreditinstitute passen die Kreditlinie an bzw. kündigen diese, wenn es zu deutlichen Veränderungen der Zahlungseingänge kommt.

Besondere Konditionen für besondere Zielgruppen

Jugendliche, Schüler, Auszubildende, Grundwehr- und Zivildienstleistende und Studenten bekommen von den Kreditinstituten besonders günstige Konditionen. Hier ist die Kontoführung kostenlos (oder sehr günstig). Ziel der Kreditinstitute ist es die junge Generation früh an das Unternehmen heranzuführen.
Denn wer heute noch Schüler oder Student ist, der kann in einigen Jahren natürlich über ein ganz anderes Einkommen verfügen.
In der Regel sind diese Sonderkonditionen jedoch zeitlich befristet. Die Altersgrenze liegt meist zwischen 26 Jahren und 30 Jahren, je nach Kreditinstitut.

Außerdem ist zu beachten, dass regelmäßig entsprechende Nachweise (Schülerausweis, Studienbescheinigung) eingereicht werden müssen.
Werden diese Nachweise nicht erbracht ist die Bank berechtigt das Konto von „gebührenbefreit“ auf „gebührenpflichtig“ umzustellen.

Zusätzlich zum kostenlosen Girokonto bieten einige Banken sogar Kreditkarten für junge Leute kostenlos bzw. zu sehr geringen Gebühren an.
(Beispiel: Studenten zahlen bei der Barclays Bank nur 12€ Jahresgebühr für Mastercard und Visacard im Doppelpack. Bonität natürlich vorausgesetzt.)

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