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Kreditkarte

Kreditkarten – Nützliche Informationen rund um das weltweit akzeptierte bargeldlose Zahlungsmittel Nr. 1

  1. Was ist eine Kreditkarte?
  2. Anbieter von Kreditkarten & Kreditkartenvergleich
  3. Unterschiede zwischen verschiedenen Kartentypen
  4. Wer akzeptiert Kreditkarten als gültiges Zahlungsmittel?
  5. Was kostet mich der Besitz einer Kreditkarte?
  6. Bargeldbeschaffung mittels einer Kreditkarte
  7. Welche Leistungen sind bei einer Kreditkarte inklusive?
  8. Wie finde ich die passende Karte für meine Bedürfnisse?
  9. Wie sicher ist eine Kreditkarte?
  10. Was mache ich bei Verlust meiner Kreditkarte?
  11. Gibt es Haftungsbestimmungen bei Missbrauch?
  12. Sicherheitsregeln
  13. Welche Daten stehen auf einer Kreditkarte?
  14. Seit wann gibt es Kreditkarten?
  15. Wo und wie beantrage ich eine Kreditkarte?
  16. Besondere Angebote für Studenten

1. Was ist eine Kreditkarte?

Bei einer Kreditkarte handelt es sich um eine Karte, mit der man Dienstleistungen und Waren käuflich erwerben kann. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie weltweit akzeptiert und einsetzbar ist. Weltweit gibt es mehrere Millionen Akzeptanzstellen, wo man mit seiner Kreditkarte zahlen kann.

Beispiele:

  • Tankstellen
  • Restaurants
  • Hotels
  • Kaufhäuser
  • Onlineshops im Internet

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2. Anbieter von Kreditkarten & Kreditkartenvergleich

Man unterscheidet zwischen Kreditkarten, die international und regional ausgegeben werden.

International:

  • American Express
  • Diners Club
  • Eurocard / Mastercard
  • Visa

Regional:

  • China UnionPay (nur China)
  • Discover Card (nur USA)
  • Japan Credit Bureau (nur Japan)

Da die oben stehenden Beispiele der regionalen Anbieter von Kreditkarten nicht für Deutschland relevant sind gehen wir auf diese Anbieter nicht weiter ein.

In Deutschland sind es die vier international tätigen Unternehmen American Express, Diners Club, Eurocard / Mastercard und Visa, die Kreditkarten anbieten.

Wenn man sich diese vier Anbieter genauer anschaut, lassen sie sich in zwei Gruppen einteilen. Man unterscheidet zwischen Anbietern, die ihre Karten ausschließlich selber vertreiben (American Express und Diners Club) und Anbietern, deren Karten von Banken, Organisationen und Unternehmen ausgegeben werden. Dazu zählen Eurocard / Mastercard und Visa.

Hier einige Beispiele, wer Kreditkarten von Eurocard / Mastercard und Visa ausgibt:

Banken

  • Barclays Bank PLC
  • Citibank
  • ING Diba

Organisationen

  • ADAC
  • VDE

Unternehmen

  • BMW
  • DaimlerChrysler Visacard
  • Lufthansa Miles & More

Hier ist zu beachten, dass die Gebühren und nicht von Eurocard / Mastercard, sondern vom jeweiligen Herausgeber festgelegt werden. Das gilt auch für die Zusatzleistungen, die die jeweilige Karte dann beinhaltet (z.B. Bonussysteme, Zusatzversicherungen). Die Folge ist, dass es trotz gleichen Leistungen zu unterschiedlichen Kosten kommen kann.

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3. Unterschiede zwischen verschiedenen Kartentypen

Im Allgemeinen gibt es drei verschiedene Kreditkartentypen.

Debitkarten

Dieser Kartentype ist mit einer EC-Karte zu vergleichen, denn die Umsätze werden einzeln abgerechnet. Bereits wenige Tage nach Nutzung der Karte wird das Verrechnungskonto (meist Girokonto) belastet.
Ein Beispiel für eine Debitkarte wäre z.B. die Private Visa Card.

Chargekarte

Hier werden die Kartenumsätze eines Zeitraums (meist monatsweise) zusammengefasst abgerechnet. Der Karteninhaber erhält eine detaillierte Abrechnung und kann somit genau nachvollziehen, wann er wo mit seiner Karte gezahlt hat. Der Gesamtbetrag wird dann vom Verrechnungskonto abgebucht (z.B. per Lastschrift vom Girokonto).

„echte“ Kreditkarte

Das Kartenunternehmen stellt dem Karteninhaber einen Kreditrahmen zur Verfügung, der auch in monatlichen Teilbeträgen (Revolving Credit) zurückgezahlt werden kann. Von einer Rückzahlung in Teilbeträgen ist jedoch abzuraten, da die zu zahlenden Sollzinsen sehr hoch sind. Plant man eine teurere Anschaffung, die man nicht sofort bezahlen möchte, so wären der Dispositionskredit oder auch ein Ratenkredit wesentlich sinnvoller.

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4. Wer akzeptiert Kreditkarten als gültiges Zahlungsmittel?

Voraussetzung für den Einsatz der Kreditkarte ist, dass der Händler bzw. das Unternehmen Vertragshändler der jeweiligen Kartengesellschaft ist. Nur dann kann man dort die gewünschten Waren und Dienstleistungen mittels Kreditkarte käuflich erwerben.
Entsprechende Hinweise sind meist am Eingangs- und Kassenbereich ersichtlich. Handelt es sich um Waren oder Dienstleistungen, die man über das Internet kaufen möchte, so erhält man diese Informationen, wenn man auf der Website in der Rubrik „Hinweise zu Zahlungsbedingungen“ oder ähnlich lautenden Bereichen schaut.

Gerade bei Käufen über das Internet gewinnt die Bezahlung per Kreditkarte eine immer höhere Bedeutung. Außerdem bringt es eine Reihe von Vorteilen für den Käufer. Denn wickelt er seine Zahlung mittels Kreditkarte ab, so werden die angegebenen Daten sofort online geprüft. Sind alle Angaben korrekt gemacht worden und lässt der noch freie Verfügungsrahmen der Karte diesen Kauf zu, so gilt der Kauf als bezahlt.
Der Verkäufer hat somit die Garantie, dass er sein Geld vom Käufer erhält und kann die Ware in den Versand geben oder die Dienstleistung dem Käufer zur Verfügung stellen.

Würde der Verkäufer die Zahlung per Lastschrift einziehen würde für ihn das Risiko der Rücklastschrift (z.B. „mangels Deckung“ oder „wegen Widerspruch“) bestehen.

Und würde der Verkäufer per Überweisung bezahlen, so würde es einige Tage dauern, bis das Geld beim Empfänger verbucht ist. Da man Überweisungen nicht zurückbuchen kann hätte somit auch der Käufer ein kleines Problem, wenn er bei der falschen Adresse kauft und der Zahlungsempfänger keine Ware verschickt.

Mit der Kreditkarte sind nahezu alle Waren und Dienstleistungen zu erwerben. Egal, ob es sich um einen „realen“ Kauf in einem Geschäft handelt oder über das Internet.

Man muss jedoch darauf achten welche Karten akzeptiert werden. Zahlenmäßig haben Mastercard und Visa die meisten Akzeptanzstellen.

  • Akzeptanzstellen weltweit ca. 24 Millionen
  • Akzeptanzstellen in Deutschland ca. 400.000
  • Geldautomaten in Deutschland zur Bargeldbeschaffung ca. 50.000

Die meisten Vertragshändler akzeptieren meist beide Karten und nicht nur Visa oder nur Mastercard. Daher hat man mit beiden Karten nahezu eine identische Abdeckung an Akzeptanzstellen.

American Express und Diners Club verfügt auch über mehrere Millionen Akzeptanzstellen und Vertragspartner. Doch nicht in so starkem Maße wie Mastercard und Visa.

Besonders geeignet ist der Gebrauch einer Kreditkarte, wenn man sich bei einer Autovermietung (z.B. Sixt) einen Mietwagen ausleihen möchte. Dabei wird in der Regel eine Kaution fällig. Nutzt man hier die Kreditkarte braucht man keine Barkaution hinterlegen. Es wird ein Betrag (in Höhe der Kaution) vom Verfügungsrahmen der Karte reserviert. Nach ordnungsgemäßer Rückgabe des Mietwagens wird dieser Betrag wieder freigegeben.

Wer oft Waren und Dienstleistungen im Internet erwirbt, der kann heutzutage kaum noch auf eine Kreditkarte verzichten. Denn es ist einfach die bequemste Zahlungsart seine Tickets der Deutsche Bahn oder einen Urlaub bei Expedia zu buchen.

Auch der Versandhandel setzt auf die Zahlung mittels Kreditkarte. Denn wie bereits oben beschrieben haben auch die Anbieter der Waren und Dienstleistungen viele Vorteile, wenn der Kunde mit seiner Kreditkarte zahlt. Da ist es egal, ob es sich um ein Versandhaus wie z.B. Neckermann oder den Onlineshop von Tchibo handelt.

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5. Was kostet mich der Besitz einer Kreditkarte? (Kosten & Gebühren von Kreditkarten)

Es kommt darauf an was für eine Kreditkarte man erwirbt (z.B. Standard, Platin, Gold) und von welcher Kreditkartengesellschaft.
Es gibt einige Anbieter (meist Kreditinstitute), bei denen eine Kreditkarte kostenlos ist. Oft ist dies eine kostenlose Zugabe zum bestehenden Giro-, Tagesgeld- oder Depotkonto.
Andere Anbieter verlangen eine Jahresgebühr. Diese richtet sich ebenfalls nach der Kartenart. So macht natürlich eine Goldkarte in der Geldbörse mehr her als eine Standardkarte. Doch das ganze hat natürlich auch seinen Preis. Und um eine Goldkarte zu bekommen muss man meist nicht nur eine höhere Jahresgebühr in Kauf nehmen, sondern muss auch über die nötige Bonität und ein entsprechendes Jahreseinkommen (z.B. American Express Goldcard: ca. 40.000€ brutto) verfügen.
Wieder andere Kartenanbieter orientieren sich bei der Gebührenfrage an den getätigten Kartenumsätzen der Karteninhaber. Für die Kreditkarte wird eine Jahresgebühr fällig, die jedoch entfällt, wenn eine festgelegte Umsatzhöhe mit der Karte überschritten wird.

Für die Nutzung der Kreditkarte fallen für den Karteninhaber in der Regel (innerhalb der EU) keine Gebühren an. Diese werden vom Händler getragen. Hier fallen zum einen Fixkosten für die Bereitstellung, Wartung und Nutzung der Systeme an. Außerdem muss der Händler pro Buchungsposten eine Gebühr an das Kartenunternehmen zahlen.

Zahlt man mit seiner Kreditkarte jedoch in einem Land, das nicht zur EU gehört, so werden dem Karteninhaber Auslandsgebühren berechnet. Hier handelt es sich um einen von der Kaufsumme abhängigen Prozentsatz (meist 1% bis 2%).
Dies gilt auch bei Käufen über das Internet. Hat ein Onlineshop seinen Sitz z.B. in USA fallen auch hier zusätzliche Auslandsgebühren an.

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6. Bargeldbeschaffung mittels einer Kreditkarte

Mit einer Kreditkarte hat man im In- und Ausland verschiedene Möglichkeiten sich Bargeld zu beschaffen. Dies ist an Geldautomaten, Bankfilialen und in vielen Hotels möglich.
Will man einen Geldautomaten zur Bargeldbeschaffung nutzen, so ist eine Kreditkarte mit PIN Vorraussetzung dafür. Man kann zwar an fast allen Geldautomaten per Kreditkarte Geld abheben, doch ist dies mit Kosten verbunden. In der Regel wird eine Gebühr in Höhe von 2% bis 4% des abgehobenen Betrages berechnet. Für kleine Summen ist die Nutzung der Kreditkarte nicht geeignet, da häufig eine Mindestgebühr fällig wird. Diese liegt bei ca. 5€ pro Transaktion.
In Bankfilialen und Hotels muss man sich mit seinem Personalausweis bzw. Reisepass ausweisen (legitimieren). Auch hier werden Gebühren berechnet, die wie bei der Nutzung des Geldautomaten von der gewünschten Summe abhängen und in Prozent berechnet werden.
Die genauen Gebühren sind den Gebührensätzen der Kartengesellschaft zu entnehmen.

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7. Welche Leistungen sind bei einer Kreditkarte inklusive?

Die Leistungen einer Kreditkarte können sehr stark variieren. Ein erstes Anzeichen für bestehende Zusatzleistungen ist die Höhe der Jahresgebühr. Wenn diese mehrere hundert Euro im Jahr beträgt, dann werden auch entsprechende Leistungen verfügbar sein.

Im Allgemeinen ist zu sagen, dass es sich sehr oft um die verschiedensten Versicherungen handelt, wenn man von Zusatzleistungen spricht. Das können z.B. sein:

  • Gepäckversicherung
  • Auslandskrankenversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Reiserücktrittsversicherung

Bei Co-Branding-Karten (Karten, die in Zusammenarbeit von Banken und Unternehmen ausgegeben werden) erhält man meist eine unternehmensbezogene Zusatzleistung. Dies können kostenlose Serviceleistungen, Rabattsysteme und ähnliches sein.

Beim Angebot der Leistungen sind den Kartenanbietern nahezu keine Grenzen gesetzt.
Je exklusiver und wertvoller die Leistungen sind, desto teurer wird natürlich auch die Jahresgebühr.
Man muss sich natürlich auch fragen, ob man die angebotenen Leistungen überhaupt benötigt und so oft nutz, dass sich der Besitz dieser Karte überhaupt lohnt.

Es gibt z.B. die Zusatzleistung, dass man bei Autovermietungen stets eine Preisstufe niedriger zahlen muss als die Preisstufe des ausgeliehenen Leihwagens. Doch wer kaum oder nie einen Leihwagen fährt, der braucht eine solche Leistung seiner Karte nicht.

Und wer es sich leisten kann einige hundert Euro Jahresgebühr zu zahlen, der hat z.B. kostenlosen Einlass bei weltweit mehreren hundert Flughafenlounges. Dort stehen unter anderem Ruhesessel, Internetterminals, Essen und Trinken kostenlos zu Nutzung und Verzehr bereit.
Aber wer nur zweimal im Jahr in den Urlaub fliegt kann diesen Service nicht effektiv ausnutzen.
Dies sind nur zwei Beispiele, die deutlich machen sollen, wie wichtig es ist vorab die angebotenen Leistungen genau zu betrachten.

Lassen Sie sich keine Karten mit Leistungen verkaufen, die Sie eigentlich nicht benötigen oder zu selten in Anspruch nehmen!

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8. Wie finde ich die passende Karte für meine Bedürfnisse?

Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote von verschiedenen Anbietern. Besonders wichtig sind die Bereiche Leistungen und Kosten. Wie bereits erläutert ist der angebotene Umfang der Leistungen Ihrer Karte das entscheidende Kriterium für die für Sie anfallende Jahresgebühr.
Richten Sie Ihr Augenmerk nicht vornehmlich danach, ob es eine Standard- oder Goldkarte ist. Denn eine Kreditkarte soll nicht vordergründig ein Statussymbol darstellen, sondern durch Leistung und individuellen Nutzen überzeugen.

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9. Wie sicher ist eine Kreditkarte?

Im Normalfall kann man bei verantwortungsvollem Umgang mit Kreditkarte und PIN den meisten Risiken entgegenwirken. Auch die Nutzung der Kreditkarte für Käufe im Internet ist mit keinen besonderen Risiken verbunden.
Falls auf der Kartenabrechnung dennoch falsche bzw. verdächtige Posten vorhanden sind, dann setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Kartenanbieter in Verbindung.
Sie müssen keine weiteren Nachforschungen oder Nachweise erbringen. Vielmehr ist es dann die Pflicht des Händlers dem Kartenanbieter zu beweisen, dass es sich um eine rechtmäßige Zahlungsforderung handelt. Wenn es sich bei dem Posten z.B. um eine Tankrechnung oder einen Restaurantbesuch handelt, dann muss der Händler/Verkäufer die entsprechende Rechnung mit Ihrer Unterschrift vorlegen.
Vertragspartner bzw. Akzeptanzstellen der Kartengesellschaften haben an einem solchen Betrug normalerweise kein Interesse, da dies möglicherweise zur Kündigung der Partnerschaft mit der Kartengesellschaft führt.
Bei Käufen im Internet sieht es natürlich etwas anders aus. Hier kann keine Unterschrift als Beweis erbracht werden. Im Zweifelsfall fordert die Kartengesellschaft das Geld zurück und erstattet es dem Karteninhaber.
Die fehlende Unterschrift ist jedoch für den Karteninhaber keineswegs ein Freifahrtschein nach belieben Rechnungen von wirklich getätigten Käufen als Betrug zu melden. Meist stehen dem Händler beim Onlinekauf verschiedene technische Möglichkeiten zur Verfügung, die den Käufer eindeutig identifizieren.

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10. Was mache ich bei Verlust meiner Kreditkarte?

Bei Verlust der Kreditkarte sollten Sie diese sofort sperren lassen. Wird Ihnen z.B. die Geldbörse gestohlen, dann sollten Sie zusätzlich eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Einige Kreditkartengesellschaften setzen dies voraus, um mögliche Schäden durch Missbrauch zu ersetzen.
Es ist auf jeden Fall ratsam sich bereits im Vorwege die entsprechenden Telefonnummern zu notieren. Meist steht die Telefonnummer zum Sperren der Karte auf der Rückseite. Doch wenn die Karte weg ist, dann nützt das auch nicht mehr viel.

Folgende Nummern stehen in Deutschland zur Verfügung:

  • Zentraler Sperr-Notruf: 116 116 (ec-/maestro-Karten und Kreditkarten)
  • American Express: 0 69 – 97 97 10 00
  • Diners Club: 01 80 – 234 54 54
  • Eurocard/Mastercard: 0 800 – 819 1040
  • Visa Deutschland: 08 00 – 814 91 00
  • EC-Karten Notfallservice: 0 18 05 – 02 10 21

Außerhalb Deutschlands sind folgende Nummern zu benutzen:

  • Zentraler Sperr-Notruf: Ländervorwahl i.d.R +49 116 116
  • Diners Club: +49 – 69 66 16 61 23
  • Eurocard/Mastercard: 001 – 31 42 75 66 90
  • Visa Deutschland: 001 – 410 581 38 36 (kostenloses R-Gespräch möglich)

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11. Gibt es Haftungsbestimmungen bei Missbrauch?

Die Haftungsbestimmungen sind den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entnehmen. Dort müssen sie auf jeden Fall vorhanden sein.
Zum Thema Haftung ist zu sagen, dass man einen Verlust der Kreditkarte unverzüglich dem Herausgeber der Karte melden muss. Der Karteninhaber haftet danach nicht mehr, falls danach noch Missbrauch mit der Karte getrieben wird. Doch es kommt auch oft vor, dass man erst anhand der monatlichen Kreditkartenabrechnung auf einen Missbrauch aufmerksam wird. Auch dann haftet man in der Regel nicht im vollen Umfang. Die Haftung des Karteninhabers ist meist beschränkt auf einen Höchstbetrag von 50€ je Karte.
Dies gilt jedoch nicht, wenn der Karteninhaber grob fahrlässig gehandelt hat und dies zum Missbrauch beigetragen hat, wie z.B.

  • zu späte Verlustanzeige beim Herausgeber der Karte
  • unsachgemäße Aufbewahrung der Karte
  • PIN (Geheimzahl) nicht geheim gehalten

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12. Sicherheitsregeln

Wenn Sie sich an einige Grundlegende Sicherheitsregeln halten, dann minimieren Sie das Risiko, dass mit Ihrer Karte Missbrauch vollzogen wird.

  • Die PIN auswendig lernen und niemals auf die Karte schreiben.
  • Die PIN keiner weiteren Person verraten, auch nicht Freunden oder Verwandten.
  • Karte und PIN auf keinen Fall an demselben Ort aufbewahren.
  • Die Kreditkarte sofort nach Erhalt auf der Rückseite unterschreiben.
  • Bei Eingabe der PIN darauf achten, dass niemand die eingegebene PIN sieht.
  • Karte stets diebstahlsicher verwahren (nicht im Auto liegen lassen).
  • Mitarbeiter der Kartengesellschaft fragen nie am Telefon nach der PIN.
  • Auf keinen Fall Ihre PIN per Email übermitteln, auch wenn es nach einer originalen Mail der Kartengesellschaft aussieht.
  • Geldautomat bei Verdacht der technischen Manipulation im Zweifelsfall nicht benutzen.
  • Den Verlust oder Diebstahl der Karte sofort telefonisch melden, bei einem Diebstahl/Überfall ggf. Zeugen suchen.

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13. Welche Daten stehen auf einer Kreditkarte?

Vorderseite

  • Name des Karteninhabers
  • 16-stellige Kartennummer
  • Verfallsdatum (Monat und Jahr)
  • Foto des Karteninhabers (optional)
  • Chip (bei einigen)

Rückseite

  • Unterschrift
  • Kartenprüfnummer (CVC2 oder CVV2)
  • Magnetstreifen

nicht sichtbar

  • Prüfziffer CVC1 bzw. CVV1 (nur elektronisch gespeichert)
  • Pin (weder sichtbar noch vom Magnetstreifen ablesbar)

Nicht alle Kreditkarten verfügen über eine PIN. Eine PIN wird benötigt, wenn man Bargeld am Geldautomaten abheben möchte. Für alle anderen Käufe von Waren und Dienstleistungen wird die PIN nicht gebraucht.

Was bedeuten die 16 Ziffern der Kartennummer?

  • Ziffer 1-4: Kreditkartengesellschaft
  • Ziffer 5: Kreditkartenart (z.B. Amex: blau, grün, gold, platin)
  • Ziffer 6: Firmenkarte, Partnerkarte oder Zweitkarte
  • Ziffer 7-16: Kontonummer (letzte Ziffer: Prüfziffer)

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14. Seit wann gibt es Kreditkarten?

Ursprünglich kommt die Idee der Kreditkarte aus den USA.
Man unterscheidet hier zwischen zwei verschiedenen Arten von Kreditkarten.

Kundenkreditkarte ((Proprietary Credit Card, heute Spezialkreditkarte)

Diese Karte ist an ein bestimmtes Unternehmen gebunden, welches die Karte ausgegeben hat. Nur dort kann der Karteninhaber mit seiner Karte zahlen und einen Kredit in Anspruch nehmen. Denn er erhält die Ware sofort, muss aber erst später zahlen.

Einführung von Kundenkreditkarten in den verschiedenen Branchen
  • ab 1894: Hotelgewerbe
  • ab 1920: Kaufhäuser und Mineralölkonzerne
  • ab 1945: Fluggesellschaften, Restaurantketten

Universalkreditkarte (General Purpose Credit Card)

Eine Universalkreditkarte ist eine „echte“ Kreditkarte, mit der der Karteninhaber in allen Geschäften bezahlen kann, die Akzeptanzstellen der jeweiligen Kartengesellschaft sind.
Die erste Universalkreditkarte gab es 1950 von Diners Club. Sie diente dazu einem ausgewählten Personenkreis (Freunde, Verwandte und Bekannte) der zwei Gründer Frank MacNamara und Ralph E. Schneider in ausgewählten Restaurants in New York Speisen auf Kredit zu gewähren.
Doch es dauerte nicht sehr lange, bis der ausgewählte Personenkreis erweitert wurde. Und waren es anfangs nur einige Restaurants aus New York, so wuchs die Zahl an Vertragspartnern und Akzeptanzstellen rasant. Das ganze vollzog sich branchen- und länderübergreifend.

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15. Wo und wie beantrage ich eine Kreditkarte?

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben eine Kreditkarte zu beantragen, dann können Sie dies auf zwei Arten machen.

Kreditkarte bei der Hausbank beantragen

Nahezu alle Filialbanken haben auch Kreditkarten in ihrem Angebot. Lassen Sie sich entsprechendes Infomaterial geben oder von einem Mitarbeiter beraten.
Es ist ratsam nicht sofort einen Antrag zu unterschreiben. Schauen Sie sich besonders die Kosten und Leistungen der Karte an und vergleichen Sie verschiedene Angebote. Wenn Sie eine Kreditkarte Ihrer Hausbank beantragen, dann wird es sich dabei entweder um eine Eurocard / Mastercard oder um eine Visacard handeln.

Kreditkarte bei einer Direktbank oder einem anderen Anbieter online beantragen

Diese Variante stellt eine oft günstigere Alternative zur Filialbank dar. Oft gibt es die gleichen Kartenleistungen zu einer wesentlich niedrigeren Jahresgebühr bzw. die Kreditkarte ist kostenlos. Häufigste Methode ist dann das PostIdent Verfahren.
Sie gehen mit dem ausgefüllten Kartenantrag und einem gültigen Personalausweis bzw. Reisepass zur nächsten Postfiliale. Dort wird Ihre Identität anhand Ihres Ausweises festgestellt. Es entstehen für Sie dadurch keinerlei Kosten. Sogar das Porto vom Kreditkartenantrag wird von der Kartengesellschaft übernommen.

Der Kreditkartenantrag

Um eine Kreditkarte zu beantragen müssen Sie einen Kartenantrag ausfüllen. Hier ist es egal, ob Sie dies in einer Filialbank oder z.B. einer Direktbank machen. Der Kartenantrag ist in beiden Fällen gleich. Sie müssen einige persönliche Angaben zu Ihrer Person und Ihrer beruflichen Situation machen. Folgende Angaben sind bei einem Kreditkartenantrag zwingend notwendig:

  • vollständiger Name
  • aktuelle Adresse
  • ggf. vorherige Adresse (falls Sie vor kurzem umgezogen sind)
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Art der Beschäftigung (Angestellter, Beamter, Rentner, Student)
  • Arbeitgeber
  • Jährliches Bruttoeinkommen
  • Anzahl der bereits vorhandenen Karten (EC- und Kreditkarten)

Neben diesen Angaben ist es außerdem zwingend notwendig, dass Sie die bestehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptieren.
Des Weiteren müssen Sie eine SCHUFA-Klausel unterzeichnen. Damit erteilen Sie der Kartengesellschaft die Erlaubnis Ihre gemachten Angaben mit den von Ihnen bei der SCHUFA vorhandenen Daten abzugleichen.

Wenn alle Angaben korrekt sind und Sie von der Kartengesellschaft / dem Kreditinstitut als kreditwürdig eingestuft werden, dann werden Sie wenig später Ihre Karte und Ihre PIN erhalten. Dies geschieht meist per Post. Aus Sicherheitsgründen werden Karte und PIN getrennt voneinander geschickt. Meist mit einem Abstand von einigen Werktagen.

Der ganze Vorgang der Kartenbestellung vom Zurückschicken des Kartenantrages bis zum Erhalt der Karte kann mehrere Wochen (meist 2-5 Wochen) dauern. Denn der Antrag muss geprüft uns bearbeitet werden. Erst dann wird die Produktion der Karte in Auftrag gegeben, was meist auch einige Tage dauert.

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16. Besondere Angebote für Studenten

Studenten sind eine beliebte Zielgruppe von Kreditkartenanbietern. Denn oft steigen Absolventen nach dem Studium mit mittleren bis hohen Gehältern in die Berufswelt ein.
Für die Anbieter der Kreditkarten ist es wichtig, dass ihre Karteninhaber über ein mittleres bis hohes Einkommen verfügen. Denn umso mehr dem Karteninhaber monatlich frei zur Verfügung steht, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Umsätze mit der Kreditkarte generiert werden.
Zu diesem Zweck bekommen Studenten bei einigen Anbietern ihre Kreditkarte oder sogar das Kartendoppel Mastercard / Visa (z.B. von Barclaycard) zu günstigeren Jahresgebühren.
Außerdem wird Studenten ein Verfügungsrahmen bereitgestellt, auch wenn der Student aktuell nur über ein sehr geringes Einkommen (Nebenjob, Bafög, Unterstützung der Eltern) verfügt. Der Verfügungsrahmen wird dann individuell ermittelt und anfänglich noch niedrig gehalten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Verfügungsrahmen später erhöht wird. Die Erhöhung geht oft vom Kartenanbieter aus, der den Karteninhaber mit der Zeit ein wenig kennen gelernt hat.

Besonders attraktive Konditionen bietet die Barclaycard der Barclays Bank. Studenten erhalten für unglaubliche 12€ Jahresgebühr das Kreditkartendoppel Mastercard und Visa.
Eine Immatrikulationsbescheinigung gilt als Nachweis. Natürlich muss auch ein kompletter Kreditkartenantrag ausgefüllt werden.

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