Aktienplan.de

Portfolio

In der Finanz- und Börsenwelt wird mit dem Begriff Portfolio (oder Portefeuille) die Zusammenfassung aller Anlagen (Assets) von einer Person (Privatanleger) oder einem Unternehmen (Institution) bezeichnet. Hierzu zählen z.B. auch Investmentfonds.
Der Aufbau eines Portfolios geschieht häufig mittels einer umfangreichen Bedarfsanalyse und hat das Ziel eine bestimmte Strategie umzusetzen. Oft werden verschiedene Assets miteinander kombiniert. Dadurch kommt es z.B. zu einem bestimmten Verhältnis zwischen sicherheits- und chancenorientierten Anlagen.

Diversifizierung, Korrelation und Portfolio

Eine sinnvolle Diversifikation (Risikostreuung) ist auf jeden Fall ratsam und kann nach unterschiedlichen Kriterien vorgenommen werden. Dies wären z.B.:

  • Produkte
  • Lebenszyklus von Produkten
  • Branchen
  • Länder und Regionen
  • Konjunktur (weltweit)
  • Währungen

Eine Diversifizierung kann das bestehende Risiko eines Portfolios nie komplett auf Null senken.
Systematische Risiken lassen sich nie ausschalten und sind in nahezu allen Aktivitäten mehr oder weniger enthalten. Entscheidend für den Erfolg einer ausgewogenen Diversifizierung (bzw. Diversifizierungsstrategie) ist somit die geeignete Wahl einer höchstmöglichen Rendite und einem gerade noch akzeptablen Risiko.
Eine ideale Diversifikation besteht, wenn es keine Korrelation zwischen den einzelnen Assets im Portfolio gibt. Man kann sagen, dass das Gesamtrisiko vom gesamten Portfolio umso geringer ist, je geringer die einzelnen Assets (Anlagen) miteinander korrelieren.
Somit entscheidet die Korrelation zwischen den einzelnen Assets in einem Portfolio über den Erfolg oder Misserfolg eines Investments und hängt nicht von der Anzahl oder Höhe der einzelnen Assets ab.
Beispiel: Investiert man in die Automobilbranche und in Automobilzulieferer handelt es sich nicht um eine Diversifikation, da beide Branchen miteinander korrelieren bzw. voneinander abhängig sind.
Würde man hingegen in die Automobilbranche und den Pharmabereich investieren, so hätte man eine Diversifikation vorgenommen.

Risiken eines Portfolios

Wenn man das Risiko eines Portfolios betrachtet dann muss man sich mit den Projektrisiken auseinandersetzen. Projektrisiken lassen sich in systematische und unsystematische Risiken einteilen.

Projektrisiken
systematische Risiken unsystematische Risiken
Konjunktur Wert der Sicherheiten
Marktpreise Managementfehler
Währungen Investitionen (Fixkosten)
Politische Eingriffe und Steuern Finanzierungen (Leverage)
Beispiele für systematische und unsystematische Risiken
systematisch (Marktgrößen) unsystematisch (firmenspezifisch)
unerwartete Abwertung einer Währung Missmanagement der Firma
langfristige Zinsen steigen unerwartet Fixkosten der Firma sind zu hoch
unerwartete Kursänderung der Notenbank Verschuldungsgrad der Firma ist zu hoch
Steuererhöhung/Steuersenkung Streik der Belegschaft für höhere Löhne
Finanzkrise in Südamerika Firma erhält unerwarteten Großauftrag
Naturkatastrophen (Erdbeben/Überflutung) Manager tritt negativ in der Öffentlichkeit auf

Individuelle Portfolioentscheidung

Die endgültige Entscheidung für die Zusammensetzung des eigenen individuellen Portfolios lässt sich nicht pauschal bestimmen. Verschiedene Faktoren spielen hier eine Rolle wie z.B.:

  • Alter
  • Lebenszyklus
  • Anlagehorizont
  • Anlageerfahrung
  • Risikoeinstellung
  • Anlageziel
  • Möglichkeiten des Asset Managements

Bewertungen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bisher keine Bewertungen)
Loading...