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Staatsschulden übersteigen die Marke von zwei Billionen Euro

Die Schulden Deutschlands sind in den ersten drei Monaten des Jahres auf einen Rekordwert angestiegen. Die Schulden nahmen besonders bei den Gemeinden zu.

Die deutschen Staatsschulden sind trotz Steuereinnahmen in Rekordhöhe und extrem niedriger Zinskosten so hoch wie niemals zuvor. Zum Ende des ersten Quartals waren Bund, Länder und Gemeinden mit 2,042 Billionen Euro verschuldet. Das waren 2,1 Prozent beziehungsweise 42,3 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.
Der Bund hatte Ende März 1,286 Billionen Euro Schulden. Das waren 12,5 Milliarden oder 1,0 Prozent mehr als am Ende des ersten Quartals 2011. Die Schulden der Länder lagen Ende März bei knapp 623 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,0 Prozent oder 23,8 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreswert entsprach. Die Verschuldung der Gemeinden nahm besonders zu. Deren Schulden wuchsen im Jahresvergleich um 4,7 Prozent oder rund 6 Milliarden auf rund 133 Milliarden Euro.

Experten kritisieren derweil den mangelnden Sparwillen des Staats. Der Steuerexperte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Alfred Boss, bemängelte Reuters gegenüber, dass der Staat nicht ambitioniert genug spare. Er müsste in diesen konjunkturell guten Zeiten nicht Defizite machen, sondern Überschüsse. Stattdessen lehne man sich zurück und genieße die dank der guten Konjunktur sprudelnden Steuereinnahmen, sagte Boss. Die Neuverschuldung des Bundes soll in diesem Jahr um 32,1 Milliarden Euro ansteigen. In 2011 waren es nur 17,3 Milliarden Euro. Nach Ansicht von Boss kann vor allem bei Steuersubventionen und Finanzhilfen gespart werden. Ein Beispiel wäre der schrittweise Abbau der Pendlerpauschale und der Solarförderung.

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